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Tour de Kärnten

Tanja

Ein Jedermann-Etappenrennen über sechs Tage, ca. 450 Kilometer und ca. 7.500 Höhenmeter. Für mich das erste Etappenrennen und damit auch eine ganz neue Erfahrung.

Am meisten Bedenken hatte ich im Vorfeld vor dem Einzelzeitfahren über 40 km. Ich besitze kein professionelles Zeitfahrequipment und habe als Vorbereitung lediglich ein paar Trainingseinheiten mit Aufsatz absolviert. Orientiert an den Zeiten vom letzten Jahr, hatte ich mir ein Ziel von 01:05 h gesetzt. Mit 01:04:59 war ich somit voll zufrieden (5. Gesamtrang, 3. AK).

Bei der 2. Etappe (Ironmanrunde) über 105 km und 1.160 hm konnte ich mich kurzzeitig am Berg mit einer Österreicherin absetzen, in der Flachpassage wurde das Feld allerdings wieder zusammengeführt. Zieleinfahrt war in der  Alpen-Adria-Arena. Hier waren die Beine für den finalen Sprint noch recht gut, sodass ich aus unserer Gruppe als 2. über die Linie gerollt bin und damit den 5. Gesamtrang und 2. AK erreicht habe.

Bei der 3. Etappe, dem „Dach der Tour“ warteten auf 120 Kilometer 1.830 Höhenmeter auf uns. Von der Etappe hatte ich mir recht viel versprochen, allerdings setzten mir die Anstiege mit über 10 % zu. Auch der Magen rebellierte ein wenig.
Im Zielsprint über Kopfsteinpflaster konnte ich nochmal Kräfte mobilisieren und beendete die Etappe nach 04:08 h auf dem 7. Gesamtrang, 3. AK.

Die 4. Etappe „Lokal-Runde“ über 98 km und 1.870 hm endete mit einer Bergankunft „Buggl in Bach auf 1.073 m“. Bei Kilometer 80 machten die Beine allerdings nicht mehr mit, ich konnte das Tempo nicht mitgehen und musste reißen lassen (7. Gesamtrang, 4. AK). Zu allem Überfluss sind wir auf dieser Etappe auch klitsch nass geworden. Da hat sich zum ersten Mal die Disc-Brake bewährt gemacht, da die Bremsperformance auch im Nassen top ist. Da wir im Zielbereich – mit noch nassen Klamotten - ca. 2 h auf den Bustransfer gewartet haben, war das ein ziemlich kräftezehrender Tag.

Die 5. Etappe „Bad Bleiberg“ führte über 93 km und 1.490 hm mit einem recht hohen Anfangstempo. Auch hier wieder sehr hohe Steigungsprozente von über 10 %. Im ersten Anstieg haben wir eine Gruppe verloren, nach der Abfahrt allerdings wieder aufgeschlossen. Die Erholung bis zum nächsten Anstieg war dementsprechend sehr kurz. Dennoch habe ich hier alles gegeben, um eine der Gruppen zu halten. Allerdings wurden die 2. und 3.Gruppe in der folgenden Flachpassage erneut zusammengeführt. Da ich hier schon einige Körner gelassen hatte, war die Performance hinten raus nicht mehr gut. Schade, war es doch wieder eine – eigentlich schöne – Bergankunft! Somit war es an diesem Tag der 7. Gesamtrang, 4. AK.

Das Bergzeitfahren „Dobratsch“ der 6. Etappe lief nur noch unter dem Motto „das Ding zu Ende fahren“. Meine HF hing an diesem Tag tief und ich habe den Motor nicht mehr zum Laufen bekommen. Somit konnte ich die 3,5 Minuten, die mir auf Platz 3 in meiner AK fehlten an diesem Tag nicht mehr rausfahren.

Pünktlich zum Ende der letzten Etappe wollte mein Körper dann auch wirklich nicht mehr und Halsschmerzen und Fieber setzten ein. Nun hoffe ich auf eine schnelle Genesung für die kommenden Events!

Alles in allem ein tolles Event!
Insgesamt 16:21 h und damit der 7. Gesamtrang, 4. AK

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