Zurück

Velothon Berlin 2017 – Mit dem Rad zum Radrennen

Wie schon vorweg angekündigt, machte ich mich am frühen Freitagmorgen auf, um ins ferne Berlin zu radeln. Die Strecke war aufgrund einiger Vorkenntnisse schnell gefunden, und wir fuhren ab Herford über Bad Oeynhausen nach Porta Westfalica. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal grüßend ging es weiter gen Hannover, immer der B65 folgend.

In Burgdorf fuhren wir dann auf die B188 und folgten dieser bis nach Tangermünde. Wolfsburg, Gardelegen und Stendal passierten wir wie im Fluge. Eine ziemlich lustvolle und fruchtbare Gegend, denn anders sind die vielen Wohnwagen und Störche mir nicht zu erklären ;-)

Im ständigen Wechsel mit Frank Tasche und mir in der Führung eskortierten wir unseren dritten Mann Lutz Schönfeld sicher gen Potsdam. Alle Achtung, war er doch mit einem derben Schnupfen gestartet. Über die B1 wollte ich jedoch ungern nach Potsdam einrollen und wählte meine Lieblingsrunde entlang dem Templiner See und Schwielow See via Fähre nach Caputh.

Berlin in Sicht und schon ging das Chaos los. Bisher rollten wir ziemlich entspannt bei Westwind mit einem 33er Schnitt. Dem Berliner Stop'n'go-Verkehr geschuldet, sank dieser auf gute 31km/h. Trotz allem hatten wir unser Ziel Berlin in 421 km erreicht.

Nun zum Rennen am 18. Juni. Zum Glück hat der Veranstalter meine Zielankunft von 2008 gewertet und mich in Block A klassifiziert. Nichts gegen die Sportler in F und G, aber Propeller auf dem Helm, Bifi im Trikot, Zigarette vor dem Start – das ist für mich zu weit von meiner Definition des Radsports entfernt.

Da mir bewusst war, dass es anfangs nervös wird, hielt ich mich möglichst in den Top 15 auf, um noch selbst Herr der Lage zu sein. Am Wannsee formierte sich dann die Gruppe des Tages, leider ohne mich. Geschuldet den noch nicht ganz frischen Beinen und der nicht vorhandenen Streckenkenntnisse. Trotz allem probierte ich mit aller Macht ranzufahren, konnte jedoch nur gute 20 km ein Loch von 30 Sekunden halten, jedoch nicht verringern. Leider waren wir bloß 5 von 100, die sich an der Nachführarbeit beteiligten.

Fortan beschloss ich, mich voll und ganz auf den Sprint zu konzentrieren. Mir ist bewusst, dass dies nicht so meine Stärke ist, aber ich bezeichne mich da selbst eher als Gewalt-Fahrer, der versucht, mit purem Willen vorne zu sterben. Als 4. vom Hauptfeld habe ich mich nicht verhauen lassen, aber mit Platz 12 und in der AK auf 5 kann ich nach der Vorbelastung doch zufrieden sein.

Tanja Hennes fiel leider durch mehrere Fremdstürze etwas zurück und verpasste den Sprung in die erste Gruppe. Dennoch konnte sie die Damenwertung mit 20 Sek. Vorsprung gewinnen. Herzlichen Glückwunsch! (auch zur goldenen Master Card nach dem samstäglichen Shoppingmarathon ;-) )

Jörg Pohlmann versuchte sein Glück auf der 180er-Schleife zu finden. Mit Platz 181 und in der AK auf 53 holte er ein Achtungsergebnis ein, das bei der Konkurrenz sehr beachtlich ist.

Ach ja, der Countdown läuft, am 19. August geht es per Rad zu den Cyclassics nach Hamburg. Wer mit will, bitte melden. Na denn, Feuer frei!!

Euer Malte

Velothon Berlin 2017 – Mit dem Rad zum Radrennen